07. August 2007 - 12.05 Uhr

Ein Gespräch über den neuen Roman von Michael Frayn - Gegen Ende des Morgens

Michael Frayn gilt in Deutschland als Theaterautor. Doch er ist auch ein erfolgreicher Erzähler

Ein Gespräch über den neuen Roman von Michael Frayn: am 7. August in SCALA auf WDR5 - 12.05 bis 13 Uhr.

Michael Frayn, Gegen Ende des Morgens, aus dem Englischen von Miriam Mandelkow, Zürich: Dörlemann, 2007; 318 S.; ISBN 978-3-908777-30-4

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   Michael Frayns Journalistenroman spielt im "Swinging London" der 60er Jahre


Michael Frayn hat in Deutschland Furore gemacht mit seinen Theaterstücken "Demokratie" (über Willy Brandt und Günther Guillaume) und "Kopenhagen" über den historischen Besuch von Werner Heisenberg bei Niels Bohr 1941. 

Doch Frayn ist auch ein erfolgreicher Erzähler. Sein letzter Roman Das Spionagespiel (2004) ist mit dem Whitbread-Preis ausgezeichnet worden. Jetzt erscheint sein “Fleet-Street-Roman” zum ersten Mal in deutscher Sprache. So nennen Kritiker und Kollegen Frayns Towards the End of the Morning - seinen berühmten Roman über das klassische Londoner Zeitungsmilieu. Die Geschichte spielt im “Swinging London” der 60er Jahre. Mit Witz und Tempo beschreibt Frayn, wie es zwei Journalisten ergeht – dem abgebrühten Ressortchef John und seinem jungen Mitarbeiter Bob. Als John die Chance bekommt, im Fernsehen aufzutreten, will er es noch einmal wissen. Bob hat dagegen ganz andere Probleme: nicht nur, daß seine Freundin bei ihm einziehen will (mit allem, was dazu gehört). Johns Frau hegt Gefühle für ihn, die nicht gerade mütterlich sind. Und dann ist da noch die Gattin des Vermieters, die beschlossen hat, sich um ihn zu kümmern. Was nicht so schlimm wäre, wenn sie nicht auch einen Schlüssel zu Bobs Wohnung hätte und ihn zu jeder Tages- und Nachtzeit besuchen käme.

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