26. März 2011 - 6.05 Uhr

MOSAIK - Kulturmagazin auf WDR3

Gesprächsthema am Samstag: Franz Liszt, für den Heinrich Heine den Ausdruck "Lisztomanie" erfand

Jeden Werktag live und schneller als die Zeitung: MOSAIK - das Kulturmagazin. Von 6.05 bis 9 Uhr. Mit David Eisermann.

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   Franz Liszt als junger Mann, 1843. Die Photographie war gerade erst erfunden worden. (Bild: Herman Biow/Wikimedia)

Heute am Samstag ein ausführliches Gespräch über Franz Liszt – Virtuose, Komponist und Dirigent. Für den Heinrich Heine den Ausdruck „Lisztomanie“ erfunden hat, weil die Damen von Liszt ganz hin und weg gewesen sind. Viele Herren sicher auch. Ich spreche mit Oliver Hilmes über sein neues Buch Liszt – Biographie eines Superstars. Das Geburtsdatum des großen Musikers Liszt jährt sich zum 200. Mal. Sein langes Leben umspannte einen großen Teil des 19. Jahrhunderts. Seine Tochter Cosima, Ehefrau und schließlich Witwe Richard Wagners, hat Einfluß bis weit ins 20. Jahrhundert ausgeübt. Wir wollen über einen Künstler sprechen, der sich selbst stets neu zu erfinden wußte: vom Wunderkind zum Löwen der Konzertsäle, Komponist, Freigeist, Frauenschwarm und dabei katholischer Kleriker. Wer ist dieser große Könner und zugleich Aufschneider wirklich gewesen? Was bedeutet seine visionäre Musik für uns heute? Bei Oliver Hilmes erfährt Liszt jetzt eine verdiente Wiederentdeckung und Würdigung. Heute früh ist der Biograph zu Besuch hier auf WDR3.

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   Die Löwenmähne weiß, März 1886: Franz Liszt trug bis ins hohe Alter den römischen Kragen und ließ sich mit Fug Abbé nennen. (Bild: Nadar/Wikimedia)

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In der ersten Stunde bis sieben Uhr im MOSAIK: Bertolt Brecht. Ein Autor, der von sich ein öffentliches Bild kreierte, das Schule machte und oft kopiert wurde. Als kritischer Dichter in Brille und Lederjacke oder Arbeitskleidung wurde er weltbekannt und zum Typ: Autor von „Dreigroschenoper“ und „Galileo Galilei“. Entschieden gegen die Nationalsozialisten, doch in seinen letzten Lebensjahren Vorzeigekünstler des DDR-Regimes. Begründer des „Berliner Ensembles“ und einer der größten Lyriker des vergangenen Jahrhunderts: "Erinnerung an die Marie A.". Es liest Ulrich Matthes.

 

 

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