05. September 2007 - 12.05 Uhr

Ein Gespräch über das neue Buch von Rüdiger Safranski – Romantik: Eine deutsche Affäre

Weg vom Vernunftideal der Aufklärung, hin ins Grenzenlose, Geheimnisvolle – mit Sehnsucht und Iro

Ein Gespräch mit David Eisermann über das neue Buch von Rüdiger Safranski: am 5. September in SCALA auf WDR5 - 12.05 bis 13 Uhr.

Rüdiger Safranski, Romantik: eine deutsche Affäre, München: Carl-Hanser-Verlag, 2007; 416 S.; 24,90 Euro; ISBN 978-3-446-20944-2
   
Zu Rüdiger Safranskis großen Erfolgen zählen die Studien Friedrich Schiller oder die Erfindung des Deutschen Idealismus sowie die Biographie Schopenhauer und die wilden Jahre der Philosophie. Jetzt hat er sich die Epoche der Romantik vorgenommen. Geschildert wird die Zeit, als Autoren wie Tieck, Novalis, Fichte, die Brüder Schlegel, Eichendorff und E.T.A. Hoffmann eine neue Geistesströmung formulierten: weg vom Vernunftideal der Aufklärung und hin ins Grenzenlose, Geheimnisvolle – mit Sehnsucht und Ironie. Das Romantische hat später fortgelebt – als Geisteshaltung in Literatur, Kunst, Musik, Philosophie und nicht zuletzt auch in der Politik. Damit beschäftigt sich Safranski im zweiten Teil seines Buchs. Er verfolgt die Karriere des Romantischen über Wagner, Nietzsche, Thomas Mann bis in die 20er Jahre. Dabei weicht der Autor auch nicht der Frage romantischer Motive im Nationalsozialismus aus. Am Ende steht das Romantische der 68er Bewegung und die Frage: wieviel Romantik verträgt die Politik?

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