20. September 2007 - 8.05 Uhr

„Hamburger Lektionen“ – radikal fanatische, politisch obszöne Texte des Imams der Al-Quds-Mos

Ein Gespräch auf WDR3 über den Film von Romuald Karmakar mit Mohammed Fazazis radikalen Predigten

Der islamistische Prediger Mohammed Fazazi hat in der Hamburger Al-Quds-Moschee die späteren Attentäter vom 11. September 2001 unterrichtet.

Eine Rezension von David Eisermann: am 20. September im MOSAIK auf WDR3 - 6.05 bis 9 Uhr.
  
Romuald Karmakar hat sich auf historische Dokumente mit radikalen Strukturen spezialisiert. So nennt er selbst Texte wie das Verhörprotokoll des Serienmörders Haarmann oder eine Rede, die Himmler 1943 vor SS-Generälen gehalten hat. Während Karmarkar Götz George 1995 in “Der Totmacher” den Mörder Haarmann noch regelrecht spielen ließ, war der Regisseur bei seinem “Himmler-Projekt” (2000) bereits zu dem Entschluß gekommen, Manfred Zapatka den Himmler-Text nur rezitieren zu lassen. Ein Weg, den er auch in den “Hamburger Lektionen” einschlägt. Wieder ist es Zapatka, der nüchtern und distanziert einen radikal fanatischen, politisch obszönen Text vorträgt. Es sind die Worte des Predigers Mohammed Fazazi, der in der Hamburger Al-Quds-Moschee im Jahr 2000 die späteren Attentäter vom 11. September 2001 unterrichtet hat. Bei den Anschlägen kamen etwa 3000 Menschen ums Leben. Unbehelligt von den deutschen Behörden kehrte Fazazi im Oktober 2001 in seine Heimat Marokko zurück.

“Hamburger Lektionen”, ein Film von Romuald Karmakar; Deutschland; 133 Minuten; Verleih: Farbfilm.

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