19. Dezember 2007 - 12.05 Uhr

Ein Engländer notiert deutsche Merkwürdigkeiten - How to be a Kraut

Was unsereins für völlig normal hält, wirkt auf einmal absonderlich oder unfreiwillig komisch

Ein Gespräch mit David Eisermann über die Neuerscheinung How to be a Kraut im Ullstein-Taschenbuchverlag: am 19. Dezember in SCALA auf WDR5 - 12.05 bis 13 Uhr.

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   "You can say you to me!" (Bild: Ab.)


Der englische Journalist Roger Boyes ist ein Spezialist für alles, was deutsch ist – schließlich hat er lange Jahre als Korrespondent für eine große Londoner Tageszeitung in Bonn verbracht und berichtet heute aus Berlin. In seinem neuen Buch How to be a Kraut hält er den Deutschen den Spiegel vor. Was unsereins für völlig normal hält, wirkt auf einmal völlig schräg, absonderlich oder unfreiwillig komisch – wenn man die Deutschen einmal “von außen” betrachtet. So erklärt uns Boyes, warum Engländer Schlange stehen, während Deutsche sich gern vordrängeln; wieso Besserwisserei unter Deutschen nicht als Schande gilt und Nörgeln eine Art deutscher Nationalsport ist. Auch die deutsche Art, mit der englischen Sprache umzugehen, wirkt auf Briten ebenso witzig wie sinnlos – wie in der berühmten Episode, als der deutsche Bundespräsident Lübke zur Königin von England die unsterblichen Worte sagte: “You can say you to me!”

Roger Boyes, How to be a Kraut, aus dem Englischen von Axel Henrici und Tanja Handels, Berlin: Ullstein Taschenbuch, 2007; 160 Seiten; Euro 8; ISBN: 978-3548369617.

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