08. August 2011 - 6.05 Uhr

MOSAIK - Kulturmagazin auf WDR3

Mit David Eisermann! Guten Morgen und willkommen zu einer neuen Woche mit dem MOSAIK

WDR3 hören - als Livestream.

Jeden Werktag live und schneller als die Zeitung: MOSAIK - das aktuelle Kulturmagazin.

Mit David Eisermann. Informationen und Meinungen über aktuelle Kulturereignisse. Orientierung und Anregung - kompetent und verständlich. Insider geben Hinweise auf die wichtigsten Veranstaltungen und berichten über die Kulturszene - Schauspiel, Oper, Buch, Ausstellung, Musik und Kino.

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   Hier sieht die Stadt sich bis heute ähnlich. (Bild: Ab.)

Der Dichter, dessen Gedicht ich Ihnen heute früh auf WDR3 vorstelle, ist ein alter Bekannter: Hermann Hesse.

Immer wieder montags ist hier im WDR3 MOSAIK von „Design im Dasein“ die Rede. Dinge, die unser Leben prägen und wie sie ihre Form gefunden haben. Heute geht es um den knappsten zweiteiligen Badeanzug, den die Welt bisher gesehen hatte: die Erfindung des Bikinis. Da seien noch zwei Hinweise erlaubt: Design paßt hier besonders gut, denn das englische Wort „Designer“ bezeichnet auch einen Schneider, der mit eigenen Entwürfen arbeitet. Der Name des Bikini-Atolls läßt sich deshalb so schön zweckentfremden für einen zweiteiligen Badeanzug, weil Bikini für französische Ohren anders klingt als für unsere. Viele französische Wörter, die mit der Zahl zwei zu tun haben, enthalten die Silbe „bi“: bicyclette, bigamie, bilatéral, biceps etcetera.

„Es treibt Dich fort von Ort zu Ort, Du weißt nicht mal warum“, hat es Heinrich Heine in einem Gedicht formuliert, dem er den Titel „In der Fremde“ gab. Dichter, Schriftsteller in der Fremde, mehr oder weniger unfreiwillig – unser Thema an dieser Stelle diese Woche im WDR3 MOSAIK. Paris ist für Heinrich Heine in seinen Worten die „schöne Zauberstadt“ gewesen. Doch gleichzeitig hat Paris für ihn auch das Exil bedeutet. Das Deutschland seiner Zeit war der Deutsche Bund. In den Jahren vor der Revolution von 1848 herrschte im Bund die Reaktion. Schriftsteller, Kritiker und Wissenschaftler gingen ins Ausland, um Verfolgung, Haftstrafen und Publikationsverboten zu entgehen. So sehr Paris für Heine Inspiration und persönliche Erfüllung bedeutet haben mag, hat er doch wehmütig auf die Heimat zurückgeblickt. In der ersten Folge unserer Reihe: Paris durch die Augen Heinrich Heines.

Archäologische Entdeckung in der Nordeifel. Die Fundstelle "Steinrütsch" in der Gemeinde Nettersheim hat ihre Rätsel preisgegeben: Bruchstücke antiker Säulen neben einer Furt durch den kleinen Flußlauf der Urft, am Hang gegenüber ein Heiligtum für Mutter-Gottheiten. Systematische Ausgrabungen haben hier jetzt ein Kastell zutage gefördert, das den Flußübergang kontrollierte - und eine kleine Römerstadt.

In Rom selbst soll jetzt das gwaltige Kolosseum vor weiterem Verfall bewahrt und wissenschaftlich erforscht werden. Für das Vorhaben sind fünfundzwanzig Millionen Euro veranschlagt. Nicht das Kulturministerium will sie aufbringen. Sondern ein italienischer Unternehmer. Die italienische Regierung lobt den Schuhfabrikanten und will auch in Zukunft bei Kulturausgaben sparen. Privatleute als Retter italienischer Kulturgüter? Ein neuer Trend oder doch eher Anlaß zu berechtigter Skepsis?

Anschließend geht es um Island als Land der Literatur. Der Inselstaat im Nordatlantik wird dieses Jahr Gastland der Frankfurter Buchmesse sein. In Island leben nicht mehr Menschen als in Bielefeld oder in Bonn. Wie hat es das kleine Land geschafft, eine lebendige Verlags- und Literaturszene hervorzubringen? Im neuen Band der Literaturzeitschrift „Die Horen“ wird der Wechsel von der traditionellen isländischen Literatur zur Moderne vorgestellt. Ein Gespräch mit dem Mitherausgeber - mehr dazu im WDR3 MOSAIK.

 

 

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