07. Oktober 2011 - 6.05 Uhr

MOSAIK - Kulturmagazin auf WDR3

Mit David Eisermann. Guten Morgen und willkommen zum MOSAIK am Freitag!

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Jeden Werktag live und schneller als die Zeitung: MOSAIK - das aktuelle Kulturmagazin.

Mit David Eisermann. Informationen und Meinungen über aktuelle Kulturereignisse. Orientierung und Anregung - kompetent und verständlich. Insider geben Hinweise auf die wichtigsten Veranstaltungen und berichten über die Kulturszene - Schauspiel, Oper, Buch, Ausstellung, Musik und Kino.

Wer einmal eine Grafik von Alfred Kubin gesehen hat, erkennt den Stil des Künstlers immer wieder. Der Österreicher war ein Spezialist für das Sonderbare, für die unheimlichen Schattenseiten des menschlichen Wesens und Daseins. Kubin war aber nicht nur als bildender Künstler herausragend. Kubin ist als Lyriker und als Autor eines Romans hervorgetreten: Die andere Seite, ein Werk der phantastischen Literatur, das auf die Zeitgenossen große Wirkung ausgeübt hat. Johannes Schaaf hat es später verfilmt. Vor hundert Jahren war Kubin Mitbegründer der Künstlervereinigung „Der Blaue Reiter“. Jetzt widmet ihm das Käthe Kollwitz Museum in Köln eine Retrospektive. Mehr als hundert Werke, originale Zeichnungen und Grafiken sind ab heute zu sehen, darunter bedeutende Mappenwerke und Buchillustrationen.

Der schwedische Dichter Tomas Tranströmer gehört nicht gerade zu den Autoren, die alle zwei Jahre einen großen Roman abliefern. Sein deutscher Verleger Michael Krüger vom Hanser-Verlag lobt ihn als Meister der Langsamkeit und der Stille. Immer im Zentrum der poetischen Wahrnehmung. Tomas Tranströmer erhält den Nobelpreis für Literatur 2011. Gleich unser Thema hier im WDR3 MOSAIK.

Dann erleben wir Max Beckmann in Amerika. Zuletzt hat der Künstler in St. Louis und in New York gelehrt und gearbeitet. Wie Amerika Beckmanns Bildproduktion noch einmal ungeheuer beflügelt hat, das zeigt jetzt eine neue Ausstellung in Frankfurt. Spürt man heute noch etwas von diesem Neuanfang, von dieser Aufbruchstimmung, von diesem Elan der späten Jahre?
 
Und schließlich ein Außenprojekt des Kölner Schauspiels: „Die Goldveedelsaga“ von Gesine Danckwart. Gaststätten, ein Kiosk, ein Dönergrill. Einen ganz normalen Ort im Agnesviertel verwandelt die Regisseurin in einen Ort der Sehnsüchte. Im Untertitel heißt ihr Projekt „Roman für eine Stadt“. Schauspieler führen die Zuschauer durch Straßen und Häuser, in eine Kirche und einige Kneipen. Heute abend ist Uraufführung.
 

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