Mediengewalt – Die gesellschaftliche Kontrolle von Gewaltdarstellungen im Fernsehen

Jessica Eisermanns Monographie befaßt sich mit der Regulation, Deutung und Wahrnehmung des Problems

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Das Schulmassaker in der Columbine High School in Littleton, Colorado, oder der Amoklauf am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt – solche Schreckenstaten von Kindern und Jugendlichen verbinden wir immer auch mit Mediengewalt, mit Computerspielen wie „Counter-Strike" und Filmen wie den „Basketball Diaries“. In der Öffentlichkeit werden Horror und Gewalt in den Medien sogar häufig als Hauptursache für das mörderische Tun von Kindern und Jugendlichen angeführt. Trotz eines Forschungsaufwands von „industriellem Ausmaß“ kann die Medienwirkungsforschung aber keinen linearen Kausalzusammenhang zwischen dargestellter und realer Gewalt belegen.

In ihrem Buch Mediengewalt begreift Jessica Eisermann das Problem der Mediengewalt als sozial konstruiertes Problem, dessen Deutung und Wahrnehmung von einem „Masterframe der Kausalität“ dominiert werden. Die Soziologin fragt nach möglichen gesellschaftlichen Gegenmaßnahmen und den aktuellen Folgen, die diese Konstruktion für die Rundfunkregulation hat.

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   Fernsehen mit Jessica Eisermann (Bild: Ab.)


Jessica Eisermann ist Redakteurin im Programmbereich Kultur und Wissenschaft Fernsehen des WDR und arbeitet heute für das Digitalprogramm EinsFestival der ARD. Sie hat in Köln, Florenz und Berlin Soziologie, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft, Kunstgeschichte und Politische Wissenschaft studiert und ist am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz zum Dr. rer. pol. promoviert worden. Nach verschiedenen Publikationen zu Pressefreiheit und Medienselbstkontrolle veröffentlichte sie ihre Studie Mediengewalt: Die gesellschaftliche Kontrolle von Gewaltdarstellungen im Fernsehen (Wiesbaden: Westdeutscher Verlag, 2001), ISBN 3-531-13540-6. Die Online-Rechte für die hier zum Download eingestellte Ausgabe liegen bei der Autorin.

Die Veröffentlichung ist auch als gebundene Ausgabe erhältlich.

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