24. Oktober 2012 - 8.05 Uhr

Ausstellungsbesprechung mit David Eisermann im WDR3 MOSAIK

Deportiert ins Ghetto – Die Deportation der Juden aus dem Rheinland im Herbst 1941

Am 24. Oktober im WDR3 MOSAIK eine Rezension von David Eisermann:

Deportiert ins Ghetto – Die Deportation der Juden aus dem Rheinland im Herbst 1941 ins Ghetto Litzmannstadt(Łódź)
 
Sonderausstellung in der Gedenkstätte Bonn: Franziskanerstr. 9, 53113 Bonn, Telefon 0228/695240

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   Bahnhofshalle Köln: im Herbst 1941 wurden mehr als dreitausend Menschen deportiert (Bild: Ab.)

Im Herbst 1941 verließen drei Transporte das Rheinland in Richtung Polen. Von Köln und Düsseldorf aus wurden insgesamt rund 3.014 Juden in das Ghetto von Łódź deportiert. Ein Teil der Deportierten starb im Ghetto, viele wurden von dort ins Vernichtungslager Kulmhof gebracht und ermordet. Diejenigen, die 1944 noch im Ghetto lebten, wurden in verschiedene Konzentrations- und Vernichtungslager zur Zwangsarbeit deportiert. Nur 36 Personen überlebten das Kriegsende dauerhaft. Die Ausstellung „Deportiert ins Ghetto“ befaßt sich mit der Geschichte der Deportierten, mit ihrer Zeit vor der Verschleppung und mit dem Leben im Ghetto. Mit einer Vielzahl von Photographien, biographischen Zeugnissen und Originaldokumenten möchten die Ausstellungsmacher den Deportierten Identität und persönliche Geschichte zurückgeben. Die Ausstellung ist ein Projekt des Arbeitskreises der NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte in Nordrhein-Westfalen. Sie wurde von der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf und dem NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln in Kooperation mit dem Staatlichen Archiv Łódź erarbeitet. Die Gedenkstätte Bonn konnte mit eigenen wissenschaftlichen Recherchen die Ausstellung um mehrere Biographien von Menschen aus Bonn ergänzen. Schülerinnen und Schüler des Bonner Clara Schumann-Gymnasiums haben sich darüber hinaus auf die Spurensuche begeben und stellen bei der Eröffnung ihre Ergebnisse vor. Veranstalter ist die Gedenkstätte Bonn in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Bonn. Der Eintritt ist frei.
 
Sonderöffnungszeiten nur für diese Ausstellung: Dienstag und Mittwoch 9.30-17.00 Uhr, Donnerstag und Freitag 9.30 – 18.00 Uhr, Samstag 13-18 Uhr und Sonntag 11.30-17.00 Uhr. Bis zum 25. November 2012. Auskunft unter Tel. 0228/695240.

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